Blower Door

Neben einer optimalen Dämmung sollte das Ziel eines jeden Bauvorhaben sein, eine optimale Wohnbehaglichkeit zu erreichen und die dafür eingesetzte Energie zu minimieren. Dazu ist es notwendig, eine relativ luftdichte Außenhülle an jedem Gebäude zu schaffen. In der deutschen DIN 4108, Teil 7 etwa wird der „Einbau einer luftundurchlässigen Schicht über die gesamte Fläche“ gefordert.

Wir empfehlen die Durchführung des Differenzdruck-Messverfahren für jeden Neu- oder Umbau, um evtl. vorhandene Fehlstellen der Gebäudehülle zu lokalisieren.
Die EnEV (Energieeinsparverordnung) honoriert die Durchführung der Blower Door- Messung. Werden die Grenzwerte eingehalten, darf ein reduzierter Luftwechsel angesetzt werden.

Bei Gebäuden mit Lüftungsanlage gehört die Blower Door- Messung zum Standard, da nur mit Dichtheitsnachweis diese Technik im Energiebedarfsnachweis berücksichtigt werden darf. Bei Niedrigenergie- und Passivhäusern ist der Nachweis Pflicht.

Ein Gebäude muss gelüftet werden (z. B. zur Feuchtigkeitsabfuhr) – aber nur über die vorgesehenen Lüftungsmöglichkeiten. Strömt Raumluft (die immer feucht ist) durch Mängel in der Bauausführung (ungewollte Fugen, Schlitze usw.) ins Freie/ in die Konstruktion, sind häufig Bauschäden, z.B. Schimmelbildung etc. vorprogrammiert. Strömt z. B. feuchte Raumluft durch die Isolierung, so kommt es zum Tauwasserausfall:

Typische Luftwechselraten als Ergebnis der Gebäude-Dichtheitsmessung sind:

  • Bei undichten Altbauten 4 bis 12 h-1
  • bei Neubauten ohne besondere Sorgfalt 3 bis 7 h-1
  • bei Niedrigenergiehäusern 1 bis 2 h-1
  • bei Passivhäusern 0,1 bis 0,6 h-1